TOUR2009 nach Johannesburg und Kapstadt

Das Tourchester (aus Tour und Orchester) aus Lich (40 Mitreisende (davon 10 Gäste und 30 Musiker(innen)) aus Hessen und Bayern, mit Masse aber aus der Wetterau, dem Vogelsberg und dem Odenwald) ist am 17.10.2009 (Samstag) nach 11-stündigem Flug in Johannesburg angekommen.

Nach einer kurzen Stadtführung per Bus und dem leckeren Mittagessen im Blue Crane Restaurant stand bereits das erste 2,5-Stunden Konzert auf dem Programm. Das Deutsche Altersheim in Johannesburg (so was gibt’s auch noch in vielen anderen Städten Südafrikas aufgrund der vielen Deutschen, die in den Kriegs- und Nachkriegsjahren ausgewandert sind) hatte ein Familienfest organisiert und ca. 150 begeisterte Bewohner und Gäste, aber auch die Mitarbeiter(innen) lauschten der Musik aus Lich, sangen begeistert mit bei den bekannten Volksliedern, kauften viele CD’s oder tanzten bei Evergreens von Billy Vaughn oder dem „Baby Elephant Walk“, einem Bravourstück mit Soli für Tuba und Piccolo, aus Hatari.

Am 18.10.2009 (Sonntag) wurde das (die gesamte Geschichte des weißen Südafrikas abbildende) Voortreckerdenkmal besichtigt, ebenso wie das Paul-Krüger-Haus, dem ehemaligen Amtssitz des Präsidenten vom Oranje-Freistaat oder die Union-Gebäude (Regierungssitz Südafrikas). Besonders beeindruckend waren die tollen Farben der Jacaranda-Bäume, für die Pretoria bekannt ist.

Am 19.10.2009 (Montag) ging es per Bus ca. 400km nach Osten in Richtung Krüger-Nationalpark. Dort gab es auf der Hannah-Lodge bei Ohrigstad mit einer Farmrundfahrt (8000 Hektar) die erste Begegnung mit dem „wilden“ Afrika (wenn man von manchen Autofahrern absieht). Flusspferde, Löwen und Elefanten gibt es aufgrund der Infrastruktur zwar keine, aber aller anderen Tiere sind hier heimisch. Auch ein sehr seltenes Exemplar des echten „Odenwälder Blaukappen-Magggos“ wurde gesichtet. Diese Form des Taschenbrüters kann in wenigen glücklichen Situationen beim Eisprung beobachtet werden, dies alles aber nur beim Männchen, denn hier sind die Weibchen die dominanten Geschöpfe und die Männchen brüten. Erstaunlich war für viele, dass Afrika auch kühl sein kann, es waren auf der Rundfahrt gegen 17 Uhr nur noch ca. 10°C – gegenüber bis zu 35°C tagsüber ist das schon eine große Differenz.

Am 20.10.2009 (Dienstag) besuchte die Reisegruppe mit dem „Blyde River Canyon“ einen der größten Canyons der Welt, der so ganz anders ist, als der Grand Canyon in den USA, den das Tourchester in 2006 besichtigte. Auch die „Bourkes Luck Potholes“, aus der Eiszeit stammende Auswaschungen im weichen Tuff-Gestein, waren sehr eindrucksvoll. Vom „Fenster Gottes“ aus konnten die Musiker(innen) leider nichts sehen, denn die Wolken hingen auf 1600m und machten eine Fernsicht unmöglich. Das ehemalige Goldgräberstädtchen „Pilgrims Rest“ ist heute ein Tourismuszentrum mit vielen Straßenhändlern, die z.B. afrikanische Macadamia-Nüsse oder aber verschiedenste aus dem Süden Afrikas stammende Schnitzereien anbieten. Handeln war angesagt, denn den „Startpreis“ machen die Händler auch um des Handelns Willen und der Kurs von ca. 10 ZAR = 1 EUR ermöglicht das eine oder andere Schnäppchen (wenn nur die Gepäckfrage nicht wäre …).

Am 21.10.2009 (Mittwoch) wurden die Musiker(innen) bereits um 04:30 geweckt um dann mit dem Reisebus in den riesigen Krüger Nationalpark einzufahren. Ingo Zellmer, der erfahrende und sehr gute Reiseleiter suchte gemeinsam mit unserem tollen Fahrer Hendrick Maelane und natürlich mit allen 40 Fährtenlesern im Bus nach den Tieren, die man hinter Büschen und Bäumen manchmal sehr gut, dann wieder fast nicht erkennen konnte. Wir sahen viel, aber leider noch nicht alles, zumal es zeitweise regnete.

Am 22.10.2009 (Donnerstag) ging es dann noch etwas früher los, da wir mit dem Bus nur bis zum Tor des Krügerparks fuhren und dort dann in 5 Jeeps umstiegen, aus denen wir sehr viel mehr sehen konnten. Alle 5 Jeep-Besatzungen waren hinterher (nach ca. 7 Stunden im Wind) extrem begeistert, die meisten hatten auch die „Big Five“ (Elefant, Leopard, Löwe, Büffel und Nashorn) gesehen. Einige sahen zusätzlich sogar 2 Geparden direkt neben der Strasse. Die relativ unspektakuläre Rückfahrt vom Krügerpark nach Johannesburg zum Flughafen verlief ohne Probleme. Man merkte den Musiker(inne)n die Strapazen der bisherigen Reise an. Die Temperaturen taten ihr übriges, sodass die meisten während der Fahrt im Bus schliefen. Aber sie träumten wahrscheinlich noch von den tollen Eindrücken im Krügerpark – denn Geparde, Leoparden und Löwen sieht man nicht jeden Tag, erst Recht nicht in Deutschland. Der Flug in den Nachthimmel von Johannesburg nach Kapstadt war wegen des Gewitters ca. 1 Stunde verschoben worden und verlief wenig eindrucksvoll. Gleich nach der Ankunft übernahm die neue Reiseleiterin (Maria Jacks) die Gruppe und brachte sie in das angebliche 4-Sterne-Hotel „St. Georges“, wo sie für den Rest der Tour blieb. Einige krabbelnde Probleme führten zu teilweise großer Unzufriedenheit mit dem Hotel und zu einigen Zimmerwechseln. Die Hotelleitung versuchte die Musikgruppe mit Freibier und Snacks positiver zu stimmen, was allerdings nur teilweise gelang. Einzig die tolle Lage des Hotels im Stadtzentrum und Laufweite zur Waterfront ist durchweg positiv angekommen.

Der erste echte Besuchstag (24.10., Samstag) in Kapstadt startete gleich mit einem – pust - pust – Höhepunkt – der Auffahrt auf den Tafelberg, dem Wahrzeichen Kapstadts. Dies geschah bei nahezu freier Sicht und die ganze Gruppe war begeistert. Lediglich die zur Verfügung stehende Zeit für selbstständige Besichtigungen wurde als zu kurz bemängelt, aber Maria wollte uns ja soviel wie möglich von Ihrer Wahlheimat zeigen. Leider ist dadurch etwas Stress aufgekommen, der sich erst in der Mitte der zweiten Woche legte. Vom Tafelberg ging es nach einer Stadtrundfahrt zu den „Company Gardens“, einer tollen öffentlichen Gartenanlage und zum „Castle of Good Hope“, einer ersten Festung der Holländer als Zwischenstopp auf dem Weg nach Indien. Anschließend konnten die Musiker(innen) das wunderbare Essen im Oyo-Restaurant genießen. Danach ging es ins Hotel und die Gruppe machte sich fertig für das erste Konzert im Paulaner-Biergarten am Hafen. Wir waren die bisher größte Gruppe und mit Abstand das beste Blasorchester das dort bisher auftrat und wir haben vor, während und nach dem 3-stündigen Konzert mit Blasmusik (von Mosch bis Billy Vaughn und James Last) die beste Stimmung gemacht. Die Gäste standen auf den Tischen, tanzten und sangen – es war einfach klasse. Nach unserem Konzert haben wir die „Folge-Band“ (leider wie die meisten hier, elektrisch) noch etwas tanz- und gesangstechnisch unterstützt. Der Fußweg zurück ins Hotel dauerte ca. 20 Minuten, die allerdings mit Vogelwiese und Rosamunde locker gefüllt werden konnten.

Der Sonntag (25.10.) konnte erst mal im Bett begonnen werden, das heißt wir hatten mal etwas Zeit zum Ausschlafen. Seitens der Waterfront-Organisation sollten wir ein Konzert im Amphitheater am Hafen geben. Leider war hier ein Fehler passiert und gleich zwei Gruppen (neben uns noch eine Kapstädter Bauchtanzgruppe) waren gebucht. Das Management entschied sich für die lokale Gruppe, dankte uns fürs Erscheinen und schickte uns wieder weg. Andreas Möschl, der Organisator und Dirigent, entschied sich trotz einiger Vetos aus der Gruppe und trotz des sehr starken Windes vor dem Oyo-Restaurant ein kurzes Konzert zu geben – aufgrund des Windes und des starken Zuschauerzuspruchs brachen wir dies allerdings nach ca. 45 Minuten ab.

Ab 17 Uhr ging es dann im Paulaner-Biergarten in die zweite Runde. Leider war an diesem Sonntag Abend das Publikum weniger – was aber unserer Stimmung und Spielfreude keinen Abbruch tat. Besonders die Egerländer Musik hat es dem Tourchester angetan und mehrere spezielle Proben mit Profimusikern von Ernst Mosch und Ernst Hutter verhalfen zu einem tollen Klangerlebnis, das dem des Originals schon ziemlich nahe kam. Trotz der ca. 30 Musiker(innen) konnte man die Unterschiede in der Dynamik, das variantenreiche Spiel sowie die Spielfreude auch als Laie feststellen. Der Heimweg mit dem Bus (wegen des Instrumententransportes) geschah zu normaleren Zeiten und so konnte jeder noch kurz in die Hotelbar gehen und sich einen Schlummertrunk genehmigen.

Am Montag, dem 26.10. begannen wir die Fahrt zum „Kap der Guten Hoffnung“ bei schlechtem Wetter (Black South-Eastern, ich sag es jetzt noch mal …) und extremen Winden. Während der Fahrt über den Chapman-Drive, der sehr an südfranzösische oder italienische Uferstrassen erinnert, wurde der Regen immer weniger und wir hatten auf dem süd-östlichsten Punkt Afrikas ein zwar sehr windiges, aber sonniges Wetter. Ein Zwischenstopp in Hout Bay – einem kleinen Fischerdorf am Atlantik – wurde zu einem Besuch in einem stark frequentierten Shop für kleine Mitbringsel genutzt. Das Kap an sich …. – liegt direkt am Wasser und man hat von dort keine schöne Aussicht – lediglich das Schild mit der genauen geografischen Ortsangabe und die starken Wellen wurden dort für Fotos genutzt. Danach ging es hoch zum „Cape Point“, dem Leuchtturm oberhalb des Kaps. Von dort war die Aussicht extrem beeindruckend, allerdings hatten manche „Leichtgewichte“ Schwierigkeiten zum Leuchtturm zu gelangen ohne weggeblasen zu werden. Die bekannte Meinung, dass das „Kap der Guten Hoffnung“ die Stelle ist, wo der Atlantische und der Indische Ozean zusammenkommen ist mittlerweile widerlegt worden, trotzdem war dieser Tag sehr schön. Die Weiterfahrt brachte uns nach Boulders und Simonstown, wo die kleinen afrikanischen Pinguine zu Hause sind (eine Kolonie von ca. 3.000 Tieren). Vor deren Besichtigung wurde allerdings wieder mal ausgiebig gespeist. Der nächste Halt war dann der berühmte botanische Garten von Kirstenbosch, bei dem (hier ist Frühjahr) alles beginnt zu blühen. Besonders beeindruckend war die Königsprotea, die Nationalblume Südafrikas, aber auch die riesige Kakteensammlung.

Am Dienstag, dem 27.10. ging es nach Hermanus. Eigentlich ist diese kleine Stadt wegen ihrer Wale bekannt. Für einige Mitglieder des Tourchesters allerdings wurde hier eine alte Freundschaft wieder aufgefrischt. Zwei vor drei Jahren aus Florstadt-Stammheim nach Hermanus ausgewanderte Handwerker (Metallberufe) haben sich dort als Bäcker niedergelassen und beliefern als „Baker-Boyz“ große Teile der Stadt mit gutem deutschen Brot. Diese Baker-Boyz haben in einem der Einkaufszentren der Stadt ein kleines Oktoberfest organisiert, welches zwar nur schwach besucht war, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat. Die Hot-Dogs und das Bier machten satt und sitt. Gegen 14:30 fuhr der Bus dann weiter an den alten Hafen von Hermanus, von wo man die vorbeiziehenden Wale vom Ufer aus ohne Fernglas beobachten kann. Mehrere Wal-Familien zogen durch die Bucht und konnten digital festgehalten werden. Um 16:00 traten wir dann den Weg zurück nach Kapstadt an, da abends noch ein afrikanisches Abendessen im Gold-Restaurant mit authentischem Essen, Musik und Tanz organisiert war. Auch dieses war, wie alle gebuchten Restaurants, perfekt ! Man erhielt einen tollen Überblick über die afrikanische Küche und Kultur.

Der Mittwoch begann wieder mal etwas später. Die Musiker(innen) des Tourchesters überreichten Andreas Möschl als Dank für die Organisation der nunmehr sechsten Konzertreise ein afrikanisches Shirt vom Stamm der San und eine Kette von Stamm der Ndebele. Die Mitarbeiter des Hotels staunten nicht schlecht, als plötzlich 5 Kleinbusse der Berufsfeuerwehr Kapstadt auftauchten. Das Tourchester sollte zum Civic-Center (dem Rathaus) kommen und dort für Mitarbeiter, Gäste und Besucher um die Mittagszeit ein kleines Konzert geben. Frank Forbay, der Divisions-Kommandeur (zuständig für 3 Stationen), hatte den Transport, einen Begrüßungskaffee, das Konzert und das Mittagessen hervorragend organisiert. Während der Bürgermeister die Mittagspause noch in seinem Büro verbrachte, kamen einige der Magistratsmitglieder und Stadtverordneten zum Konzert auch in den öffentlich zugänglichen Kantinen-Bereich, wo das Tourchester deutsche Blasmusik zur Aufführung brachte. Nach dem Konzert mit modernen und klassischen „volkstümlichen“ Teilen ging es zum Mittagessen, wo die Mitarbeiter der Stadtverwaltung auch noch kleine Geschenke für alle Mitglieder der Reisegruppe vorbereitet hatten. Hier traf dann auch James Fernie, der Manager von UTHANDO (das heißt Liebe auf XHOSA), einer nicht-kommerziellen Organisation, die die schwarzen und farbigen Bewohner der Townships (das sind die Slums) unterstützt und ihnen Möglichkeiten gibt, aus dem Teufelskreis der Armut ohne Ausbildung und Betreuung auszubrechen. Wir besuchten zwei Projekte, die beide mit Musik und Tanz zu tun haben. Das erste ist die „Amy Biehl Foundation“ – Amy Biehl, eine amerikanische Studentin wurde 1993 von 4 Schwarzen Jugendlichen gesteinigt und ermordet. Ihre Eltern, Linda und Peter Biehl, lernten die „Mörder“ und ihre Lebensgeschichten kennen und unterstützen danach einen Antrag zur Begnadigung. Diese wurde 1998 ausgesprochen. Seit dieser Zeit unterstützen die vier (2 sind bereits gestorben) zusammen mit Amy’s Eltern das Projekt und helfen Kindern und Jugendlichen, die ansonsten von der Gesellschaft keine Chance bekommen, mit Ausbildung, Betreuung und Unterricht. Das Tourchester bekam die Chance 3 Gruppen zu sehen und zu hören, die auf selbstgebauten Instrumenten und in zu großen Gummistiefeln tanzten und spielten. Die Musiker(innen) aus Deutschland entschieden kurzfristig, alle Einnahmen aus dem CD-Verkauf während des bisherigen Südafrika-Aufenthaltes diesem Projekt zu spenden. Linda Biehl (Amy’s Mutter) und einer von Amy’s „Mördern“ standen Hand in Hand und bedankten sich ausgiebig beim Tourchester. Das zweite besichtigte Projekt ist das „Volcano Arts Project“ – einem Kulturprojekt von Mandlesizwe „Volcano“ Lufele, der ebenfalls Kindern und Jugendlichen Musik, Tanz und Theater näherbringt. Im Vordergrund steht hier der Spass an der Musik – auch wenn vielleicht nicht jeder Ton oder jeder Akkord stimmt – man sieht den Kindern an, dass es eben diesen Spass macht ! Einige Musiker des Tourchester nahmen ihre Instrumente und musizierten zusammen mit den afrikanischen Kindern und Jugendlichen. Anschließend sammelte das Tourchester auch hier untereinander noch Geld und einiges Musikzubehör wie Notenständer und spendete dies. Der Abschluss des Besuches war die von afrikanischen und deutschen Musikern gespielte und gesungene südafrikanischen Nationalhymne.

 

Wir beschlossen UTHANDO weiterhin (auch von Deutschland aus) bestmöglich zu unterstützen und auch andere Musikvereine um Unterstützung zu bitten. Informationen hierzu gibt es bei Andreas Möschl – andreas.moeschl@tourchester-lich.de und auf unserer Homepage http://tourchester.jimdo.com/ .

 

Am Donnerstag, dem 29.10. hieß es wieder früh aufstehen – Abfahrt des Busses 08:00 ! Dies musste übrigens nie verschoben werden – alle Reiseteilnehmer waren sehr verlässlich und zeitgerecht vor Abfahrt im Bus. Stellenbosch ist bekannt für Wein. So stand natürlich auch diese Ausflugsfahrt im Zeichen der guten Tropfen aus der Kapregion. Zuerst besuchten wir „Oom Samie se Winkel“, ein Warenhaus in dem man neben der Unterwäsche den Trockenfisch und neben der Tütensuppe den Schmuck findet. Ganz originell !! Anschließend besichtigten wir in Gruppen teils das Altdorfmuseum und teils die Stadt. Nach einem Kaffee oder einem Bier in nahegelegenen Cafés bestiegen wir gemeinsam den Bus um zum Weingut „Boschendal“ zu fahren. Dort war bereits eine Weinprobe mit 5 tollen Weinen vorbereitet. Leider stand dafür nur ca. eine halbe Stunde zur Verfügung, in der dann nicht alle Aromen „errochen“, „ersehen“ und „erschmeckt“ werden konnten. Nach der Weinprobe ging es dann bei herrlichstem Wetter zu einem klasse Picknick-Mittagessen. Für jeweils 5 Personen war ein Picknickkorb vorbereitet, der Salate, Wurst, Käse, Brot, Kuchen und Dips enthielt. Wein und Kaffee gab es dann separat dazu. Hinterher wurde noch etwas im Gras geruht, bei Musik von Santana aus dem mp3-Player. Die Weiterfahrt führte uns dann nach Paarl zum Sprachendenkmal. Dieses auf einem weithin sichtbaren Berg gelegene Monument wurde 1975 zu Ehren der jüngsten Sprache der Welt (Afrikaans) eröffnet. Es stellt die Einflüsse vieler anderer Sprachen sowie die Aufgabe der eigenen neuen Sprache dar. Die Rückfahrt verlief aufgrund des Weines, der Sonne und des guten Essens weitgehend ruhig. Im Hotel angekommen entschieden viele Mitglieder der Reisegruppe wegen des zu erwartenden Sonnenuntergangs noch mal an die Waterfront zu gehen. Gegen 20:00 wollte man sich im Paulaner treffen um den letzten Abend gemeinsam zu verbringen. Ca. 30 Musiker(innen) trafen sich, tranken ein wenig, sangen und tanzten bis 21:00 mit der Band und übernahmen dann bis ca. 23:00 die Unterhaltung mit dem einen mitgenommenen Flügelhorn, welches wechselweise gespielt wurde. Die Gäste und die Mitarbeiter(innen) des Paulaner bis hin zum Manager, der uns ja schon konzertant erlebt hatte, machten mit und so war an diesem Tag erst relativ spät Feierabend. Der Rückweg zum Hotel geschah dann wieder mit „Marsch und Gesang“, aber immer geordnet und nicht provozierend. Der Freitag begann mit Ausschlafen und Packen, sowie mit „Umlagern“, dann wir mussten die meisten der Zimmer um 11:00 räumen und hatten nur noch 3 Zimmer als Zwischenlager für die Koffer und Instrumente. Um 14:00 kam dann der Bus, wurde von Eddie wieder mal fachgerecht beladen und dann ging es auf zum Flughafen von Kapstadt zum Direkt-Nachtflug nach Frankfurt. Nach Ankunft um 05:20 saßen wir um 07:00 schon im Bus nach Lich.

 

Alles in Allem wieder ein toller Ausflug. Der nächste ist für die Herbstferien 2012 bereits geplant und steht unter dem Motto „Back to the roots“ – „Zurück zu den Wurzeln“. Wir werden Vancouver, Seattle, das Okanagan-Tal und die Rocky Mountains besuchen. Nahezu alle Teilnehmer der diesjährigen Tour werden wieder mitkommen, zusätzlich gibt es noch einige Neue und Alte Mitfahrer. Insgesamt werden dann eventuell wieder zwei Busse benötigt.

 

Zum Abschluss des Berichtes noch eine traurige Information:

 

Werner Keller, unser aller langjähriger Freund aus Ober-Ramstadt und Vater unseres Musikers Magggo, ist, während wir auf der Reise waren, zu Hause an einem Herzinfarkt gestorben. Wir bedauern dies aus ganzem Herzen und wünschen unserem Magggo und seiner Familie viel Kraft und Energie für die Zukunft.

 

Tschüss Werner !

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