TOURBOOK 

Am 17.10.2015 setzen sich zwei Reisegruppen aus Toronto und Frankfurt in das Flugzeug und machten sich auf den Weg nach Sao Paulo. Aus Frankfurt kamen 50 Musiker(innen) aus ganz Deutschland (die Masse aber aus der Region zwischen Darmstadt und Gießen). Aus Toronto kamen 5 kanadische Musiker(innen) aus Brampton, Ontario, die Andreas Möschl während seiner Arbeitszeit in Kanada kennengelernt hatte, 2 amerikanische Musiker(innen) aus Phoenix, Arizona und Andreas Möschl selbst.

In Sao Paulo vereinigten sich die beiden Gruppen am 18.10.2015 gegen 5 Uhr morgens und flogen gemeinsam zum offiziellen Startpunkt der achten Konzertreise vom TOURCHESTER nach Brasilien, nach Curitiba. Curitiba hat etwa 1,8 Mio. Einwohner (siebtgrößte in Brasilien) und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Parana(einer von 26 in Brasilien).  Curitiba ist ein wichtiges kulturelles, politisches und ökonomisches Zentrum. Die Stadt wurde und wird immer noch durch die deutschen, italienischen, polnischen und ukrainischen Einwanderer geprägt.

Von hier ging es dann in 2 tollen Reisebussen mit Fußstützen und gaaanz viel Platz zum ersten Hotel Tannenhof in Joinville. Joinville ist mit seinen 500.000 Einwohnern, meist deutscher Abstammung, die größte Stadt von Santa Catarina. Neben Blumenau und Brusque gilt die Stadt als eines der Zentren der deutschen Kolonisation. Joinville hat mehr als 600 Industriebetriebe und mehr als 15.000 Handels- und Dienstleistungsbetriebe. Im Oktober gibt es ein Fest namens FENACHOPP (seit 1988) welches die deutschen Traditionen erhalten helfen soll.

Das Hotel Tannenhof liegt sehr nahe am Stadtzentrum und ist ein 11- stöckiges Gebäude das oben drauf ein Fachwerkhaus besitzt. Wir probten am ersten Abend noch kurz für eine Stunde bevor es zum ersten Abendessen ging, weil wir hier erstmals die ganze Gruppe zusammen hatten.

Am 19.10.2015 ging (nach ausgiebigem Ausschlafen und etwas Shopping) die Fahrt nach Blumenau im Staat Santa Catarina, der 1850 gegründeten Stadt mit seinen deutsch-brasilianischen Fachwerkbauten und bekannt durch das größte Oktoberfest in Brasilien. "Vale Europeu": Erbe europäischer Einwanderer. Blumenau ist der Inbegriff der deutschen Besiedlung Brasiliens mit Fachwerkhäusern und Schwarzwälder Kirschtorte. Die Architektur mit den Spitzdächern, die Küche, die gepflegten Gärten: Man könnte beinahe vergessen, dass man in Brasilien ist. Die Einwohner von Blumenau sind weitgehend Nachkommen deutscher Einwanderer, die sich in der zweiten Hälfte des 19.Jh. im Süden von Brasilien niedergelassen hatten. Blauäugig, blond und hellhäutig, sind sie stolz auf ihre Unterschiede zu anderen Brasilianern und haben die Bräuche, die Sprache sowie die Architektur ihrer Vorfahren lebendig erhalten.

Das Oktoberfest in Blumenau ist nach dem Karneval in Rio de Janeiro mit jährlich über 700.000 Besuchern (!) das zweitgrößte Fest Brasiliens und das zweitgrößte Oktoberfest der Welt.  

Das Oktoberfest entstand eigentlich aufgrund einer ungewöhnlichen Initiative: In den Jahren 1983 und 1984 wurde die Stadt Blumenau zwei Mal von großen Überschwemmungen heimgesucht. Um die Stadtkasse aufzufüllen und die Gemüter seiner Bewohner aufzuheitern, wurde nach bayrischem Vorbild das Oktoberfest ins Leben gerufen. Der Erfolg übertraf jedoch alle Erwartungen! Unmengen an Bier werden auch hier nach deutschem Vorbild ausgeschenkt. Eigens aus Deutschland eingeflogene Blaskapellen (hierzu zählt das TOURCHESTER nicht, denn wir wollten nicht 3 Wochen lang „oktoberfesten“ und nichts vom Land sehen) und diverse Umzüge sorgen für ausgelassene Stimmung. Weißwurst, Sauerkraut und Schweinshaxe findet der Besucher hier ebenfalls vor.

Wir durften von 19:00 bis 21:30 im Biergarten spielen und haben anfangs gedacht, dass da ja fast kein Gast kommen wurde. Aber daraus wurde nix. Der 4.500 Personen fassende Saal wurde voll und voller. Die Gäste sangen und tanzten begeistert alles mit, was ihnen vorgemacht wurde. Alle Gäste trugen Tracht oder was sie dafür hielten. Bier gibt es (wie in den USA) primär in Plastikbechern, man kann sich aber auch vorher einen Krug kaufen und den füllen lassen. In drei weiteren Hallen, die jeweils ca. 15.000 Personen aufnehmen können, wurde es ab 20:00 Uhr dann auch voller. Ein PROSIT jagte das andere. Polkas, Walzer und Märsche umfasste das Programm, aber auch das eine oder andere Stück für die moderne Fraktion. Beim Vogeltanz kamen auch unsere 18 mitgereisten Gäste zum Einsatz und durften vortanzen. Besonders schön war der Besuch der Oktoberfest-Königin und ihrer zwei Prinzessinnen. Dirigent Andreas Möschl, Drummer Adi Loho und Vize-Dirigentin Tanja Rehde-Ellinghaus durften den Reigen kurz ergänzen.

Die Rückfahrt ins Hotel nach Joinville verlief relativ leise …

Der 20.10.2015 begann mit einer Stadtrundfahrt durch Joinville. Die Stadt ist besonders bekannt für seine Tanz-Kultur. So ist hier der einzige ausländische Standort einer Schule des russischen Bolschoi-Balletts, in der Kinder aus ganz Südamerika (primär Brasilien) von 8 bis 17 Jahren ausgebildet werden. Diese Schule durften wir besichtigen und einige Bilder im Foyer nachstellen.

Joinville besitzt auch einen öffentlichen deutschen Großmarkt, in dem wir neben deutschem und brasilianischem Bier auch Cachaca (Hauptbestandteil von Caipirinha) erwerben konnten.

Abends durften wir in dem schönen, 80 Jahre alten Opernhaus welches mit Empore und Logen 550 Sitzplätze bietet ein Konzert geben. Leider war hier die Terminabsprache äußerst mangelhaft, denn zwei lokale Vereine haben zum einen uns hier als auch das städtische Streichorchester in einem anderen Saal der Stadt terminiert. Die etwa 200 Gäste hatten auf jeden Fall ihren Spaß, allerdings halfen keinerlei Bemühungen, das Publikum zum Tanzen zu bringen.


Am 21.10.2015 fuhren wir in die Stadt Canoinhas, den Heimatort unseres Reiseführers Eike Bach. Das heißt wir wollten das tun … - einer der Busse, der mit der „Jugend“ drin, schaffte das auch wie geplant. Der andere hatte nach ca. 1/3 der Strecke einen Reifenplatzer. Glücklicherweise war etwa 200 m weiter ein örtlicher Reifenreparaturservice, sodass manche schon sagten, dass das doch geplant gewesen sein musste. Etwa 45 Minuten später setzen wir die Reise fort um eine Stunde vor dem Ziel einen weiteren Reifenplatzer zu haben. Diesmal war kein Service da und wir fuhren (weil Doppelachse unkritisch) mit 60 km/h weiter ans Ziel. Zu dieser Zeit hatte der erste Bus sein Ziel, die Kaserne der Militärpolizei von Canoinhas mit Kommandeur Oberst Mario Renato Erzinger, schon erreicht. Dort wurden sie begeistert mit Musik von den Musikerinnen und Musikern der Schülerkapelle Banda Musica Novo Talentos empfangen. Diese setzten ihren Empfang unter dem Dach des Eingangstors bei Regen solange fort, bis, mit fast 1,5 Stunden Verspätung, auch der zweite Bus eintraf.

 

Diese Kapelle besteht aus Kindern, die, ohne Unterstützung des gemeinsamen Projektes von Kulturverein und Militärpolizei, keine vernünftige Schulausbildung bekommen könnten. Die Kinder bekommen eine komplette Schulausbildung die sie gut bis sehr gut abschließen müssen und dazu eine musikalische Ausbildung. Einige dieser Kinder hatten bereits ein erstaunliches Level an ihren Instrumenten vorzuweisen. Ein Mittagessen für das Tourchester wurde von den Eltern der Kinder gekocht und hat sehr gut geschmeckt. Ein Willkommensgeschenk der Militärpolizei, ein Holzmodell der speziellen Teetassen für den Matetee aus Canoinhas, wurde von Oberst Erzinger an Andreas Möschl überreicht.

Danach wurde das Hotel im Stadtzentrum, etwa 100 m vom Konzertort des heutigen Abends, bezogen.

Das Konzert sollte um 20:30 Uhr beginnen, also gingen wir rechtzeitig hin und bauten auf. Der toll geschmückte Saal füllte sich schnell, das Schülerorchester kam ebenfalls und stimmte sich ein. Erste Gespräche, teilweise ohne Kenntnisse der jeweils anderen Sprache, fanden unter den Musikern statt und man lernte sich kennen.

Die Stellvertreterin des Bürgermeisters, Frau Viviane, begrüßte die Zuschauer und beide Kapellen. Anschließend spielte die Schülerkapelle die brasilianische Nationalhymne worauf wir das Deutschlandlied zu Gehör brachten.

                                                                                                                           Das eigentliche Konzert begann dann mit der Polka „Rosamunde“, gespielt von beiden Orchestern unter der Leitung von Sergeant Paulo César Padilha.
                                                                                                                         Nach tosendem Beifall startete das Tourchester mit Stelldichein in Oberkrain sein Programm welches gegen Ende den Vogeltanz vorsah. Das Publikum klatschte, schunkelte und tanzte begeistert mit. Zum Vogeltanz gingen einige Musiker sowie viele unserer Gäste und Fans auf die Tanzfläche und wir forderten die Kinder und Erwachsenen im Publikum auf mitzumachen. Dies taten sie dann auch voller Begeisterung. Zwei Wiederholungen mussten gespielt werden bis alle verzückt aufgaben.
Nach der nächsten Polka stoppte der Dirigent der Schüler unser Programm und wies darauf hin, dass er und seine Musiker ja nun mit uns tanzen durften und dass wir nun auch mit ihnen tanzen sollten, und dann natürlich eine Samba. Die Musiker kamen auf die Bühne und stellten sich teilweise gar nicht so schlecht an. Speziell Sonja Loho aus Ober-Ramstadt zeigte trotz ihres hohen Alters eine erstaunliche Leichtfüßigkeit. Gegen Mitte der Samba wurde aus dem Tanz eine Polonaise in die sich dann auch viele Konzertbesucher einreihten.
Mehrere Zugaben schlossen das Programm, nicht aber den Abend ab. Viele kleine Gruppen bildeten sich beim Abbau und man fotografierte, tauschte Facebook-Namen und E-Mail-Adressen aus. Ebenso probierte man gegenseitig die Instrumente des anderen aus und fachsimpelte, teilweise über Englisch oder mit Hilfe von Eike Bach oder Andy und Bonnie Bunkis aus Brampton, die beide Brasilianisch sprechen.
Nach dem Konzert gingen die meisten Mitglieder der Reisegruppe nochmal in ein lokales Restaurant um das eine oder andere Bier (600 ml Flaschen) oder um den brasilianischen Caipirinha (Cachaca, Limone, Zucker und gestoßenes Eis) zu probieren. Bei einem der Trinksprüche musste man sogar seinen „Nachbar stumpe“ um dann Zum Wohl oder „Priente“ (Prientschi) sagen zu können. Egal, es war ein schöner aber kurzer Abend.
Der 22.10.2015 begann – wie fast alle anderen Tage – mit einem reichhaltigen Frühstück im Hotel. Manche kamen heute allerdings etwas später. Der Besuch der Erva Mate Mühle (Teeherstellung) und der Cervejaria Canoinhense, einer handwerklichen und deutschstämmigen Brauerei schloss sich in strömendem Regen an und danach ging die Reise weiter nach Porto Uniao. Eine Eisenbahnstrecke ist die Trennlinie zwischen Porto União und União da Vitória in Paraná. Bis 1916 gab es hier nur eine Stadt, als eine Grenzerklärung aufgrund des Contestado-Kriegs die Stadt in zwei teilte, eine in Santa Catarina und die andere in Paraná. Die verschiedenen Staaten sind kein Hindernis, dass beide als Partnerstädte leben. Die Stadt in Santa Catarina hat 32.000 Einwohner und die Stadt in Paraná etwas mehr als 48.000. Zusammen formen sie ein wichtiges Universitätszentrum. Die União Bahnstation wird von beiden Staaten als ein wahres Kunstwerk angesehen.
Das Konzert am Abend fand in Porto União statt während das Hotel in União da Vitória stand. Ein ehemaliges Kino wurde umgebaut, bekam eine größere Bühne und so entstand ein sehr schöner Konzertort, allerdings ohne echte Tanzfläche.  Das Publikum hatte für das Tourchester allerdings keine echte Chance, basierend auf dem Konzert am vergangenen Abend in Canoinhas. Wir taten trotzdem unser Bestes. Die etwa 300 Zuschauer hörten gut zu, klatschten und schunkelten ein wenig, aber das war’s dann auch schon …
Am 23.10.2015 ging es weiter nach Entre Rios, in die brasilianische Siedlung der Donauschwaben. „Entre Rios“ heißt übersetzt „zwischen den Flüssen“ – und das war wohl das, was die ersten 500 Familien hierher zog und an Schwaben / Deutschland erinnert hat. Die Donauschwaben sind vor vielen Jahrzehnten nach Kroatien, Rumänien, Ungarn und Serbien gegangen, nach dem 2. Weltkrieg aber von da vertrieben worden. Daraufhin sind die genannten 500 ersten Familien nach Brasilien ausgewandert. In der Nähe von Toronto (Kitchener) gibt es eine weitere Gruppe die wir 2018 besuchen wollen. Sowohl in Entre Rios als auch in Kitchener  sind die Landschaften ähnlich denen in Deutschland, gute und fruchtbare Böden erlauben Landwirtschaft.
Direkt nach der Ankunft auf dem großzügig angelegten Gelände der Kolonie (ich wollte schon Kolchose schreiben) wurden wir zum Mittagessen in ein lokales Restaurant eingeladen. Danach stellten Thomas Ellinghaus und Andreas Möschl schon mal die Stühle für das abendliche Konzert. Tanja und Andreas luden dann noch die Bewohner von Entre Rios per Radio-Interview zum Konzert ein.
Im Anschluss fuhr die Reisegruppe in das neue (vorher nicht abgesprochene) Hotel in Guarapuava, etwa 20 km nördlich von Entre Rios.

Abends ging es dann zurück zum Konzert in das tolle Kulturzentrum. Viviane Schüssler, die Verantwortliche für Public Relations bei der Genossenschaft AGRARIA begrüßte uns und wünschte den anwesenden Besuchern einen schönen Abend. Das gemischte Programm mit dem „Böhmischen Traum“, vielen anderen alten und neuen Polka-Hits, einigen Walzern (Udo Watz aus Rechtenbach sagte, dass er noch nie 3 Walzer in einer Runde gespielt habe) und Märschen, aber auch mit ein paar modernen Stücken wie „Sing-Sing-Sing“ und „Happy Polka“ ist gut angekommen. Viviane Schüssler überreichte noch einige kleine Geschenke an das gesamte Orchester.

Der 24.10.2015 hatte die längste Fahrstrecke (410 km) von Guarapuava nach Foz-do-Iguasso auf dem Programm. Der Bus der schon die 2 Reifenplatzer hatte, musste auch diesmal einen Reifen reparieren lassen, da er Luft verlor. Dies stellte unser Fahrer aber glücklicherweise fest ohne dass der Reifen platzen musste. Wir nutzten die Pause zu einem 2. Frühstück in einer Bar an der Strecke. In Foz-do-Iguasso angekommen haben wir gleich, ohne zuvor das Hotel zu belegen, das weltgrößte Wasserkraftwerk (auf die Leistung bezogen) ITAIPU besichtigt, die extra für uns noch etwas länger aufgelassen haben. Stefan Loho und Andreas Möschl haben indirekt mitgeholfen dies zu bauen, da beider Unternehmen Produkte hineingeliefert haben. 20 Turbinen und Generatoren versorgen 20% von Brasilien und 80% von Paraguay mit Energie.

Aufgrund der Zeit konnten wir leider nicht ins Innere des Kraftwerks, allerdings wurde uns versichert, dass es riesige Ausmaße hätte.

Falls die Mauer brechen würde, so der Reiseführer, würde 90% von Argentinien unter Wasser stehen, was vielen Brasilianern angeblich gefallen würde.

Am 25.10. teilte sich die Gruppe. Die Kanadier besichtigten die brasilianische Seite der Fälle von Iguasso da die Extrakosten für ein Visum für Argentinien etwa 100 $ betragen sollten. Die Deutschen und die beiden Amerikaner fuhren per Sonderbus mit 2 separaten Reiseführern nach Argentinien und besichtigten die Fälle von der Seite, auf der man sehr dicht an die Fälle ran kann. Zumindest Gilnei Ebert (der jüngere der beiden Guides) hatte schnell viele Fans bei den weiblichen Reiseteilnehmern. „Was ne Schnitte …“

Die Blicke auf die imposanten Wasserfälle sind absolut fantastisch. Allerdings war der Fluss mehr als doppelt so voll wie normal, von daher sind viele kleine einzelne Fälle nicht einzeln zu sehen gewesen sondern bildeten mehrere große Wasserfälle. Die Farbe des Wassers sei bei Entdeckung sehr klar gewesen, aufgrund der fortschreitenden Erosion wurde das Wasser allerdings immer brauner. 

Die Kanadier hatten an diesem Tag bereits eine Fahrt im Boot auf dem Fluss durchgeführt, welche bei den Deutschen erst am Folgetag auf dem Programm stand.

Viele Tiere waren zu sehen, die es bei uns nur im Zoo gibt.

Abends ging es dann entweder in eine von den Guides empfohlene (und wo sie entsprechend Prozente bekamen) Churrascaria (Fleischhaus) downtown oder auch ins Restaurant oder die Snackbar des Hotels, wobei die Erfahrungen durchaus unterschiedlich waren und teilweise Basis für einen sehr guten Service am Folgetag waren. 

Am 26.10.2015 haben die Deutschen Teilnehmer die brasilianische Seite besichtigt und eine Jet-Boot-Fahrt unter die Fälle gemacht (wir waren durch und durch nass …) während die Kanadier einen Vogelpark besuchten. Von der Boots-Tour existiert ein Video, der allerdings hier nicht abgedruckt werden kann.

Der Abschluss des Ausfluges an die Wasserfälle sollte für einige ein Hubschrauberrundflug sein. Die meisten schafften dies auch fehlerfrei, allerdings startete die letzte Gruppe mit 4 Mitgliedern der Reisegruppe schon bei Regen, der sich während des Fluges so verstärkte, dass die Maschine nicht mehr weiterfliegen konnte und notlandete. Dies führte dazu, dass die Reisegruppe schon mal ohne diese vier zum Flughafen fuhr (nur 4 Minuten Fahrt) und mit dem Einchecken begann. Als dann unsere NOTLAENDERER eintrafen war der Jubel groß, deren Erleichterung allerdings auch.

Der sich daran anschließende Flug nach Rio de Janeiro (Januar-Fluss) war wie alle anderen Flüge ohne jeden Zwischenfall. Paula und Hermann (unsere neuen Guides für Rio) empfingen uns bereits und brachten uns per Bus in die Innenstadt zu unserem Hotel (200 m von der Copacabana und 1200 m von Ipanema). Paula besonders hatte schnell viele Fans im „Bus 2“, dem Jugendbus, da sie zwischen ihren Ansagen etwas Samba und Bossa Nova sang.

Der 27.10.2015 begann wieder sehr früh, da die Abfahrt zum Corcovado, dem Berg mit der berühmten Christusstatue bereits auf 8:30 Uhr terminiert war. Die Anfahrt war aufgrund der zentralen Lage sehr kurz sodass wir dann schnell auf die Zahnradbahn auf den Berg warten durften. Schon der Blick von unten war ausgezeichnet.

Oben allerdings wurde die verschiedensten Aussichten genossen. Ob für Daheimgebliebene Nachrichten übermittelt wurden oder die Statue nachgestellt wurde – egal. Es war einmalig !

„Ja ich will“ steht auf dem Zettel den Andreas Möschl kniend vor Susanne Meub aus Ober-Mockstadt fotografierte. Was damit gemeint war wissen nur sie und ihr Freund Tom, der leider nicht mitkommen konnte?

Zurück in Downtown Rio ging es nach einer kurzen Rundfahrt Nahe des Corcovado wieder ins Hotel und dann für die allermeisten sofort an die Copacabana und ins Wasser. Manche unterschätzten die Strömung, fielen hin und holten sich eine Muskelzerrung. Abends ging es dann in eine Samba-Bar, etwas essen oder früh ins Bett.

Der 28.10.2015, oder besser am vorletzten Tag in Rio, stand der Zuckerhut auf dem Programm, der allerdings zu der Zeit wo wir hoch fuhren (Gondelseilbahn), noch in den Wolken lag. Manchmal konnte man zwar nach unten schauen, meist sah man aber nur weiß auf weiß.

Nachdem wir wieder unten waren zog der Himmel auf und wir fuhren an eine Stelle von der aus wir das Wahrzeichen von Rio wenigstens nochmal gut sahen und wo wir ein Foto der ganzen Gruppe machen konnten. Zumindest von denen die nicht eigenständig losgelaufen sind …

Nach dem zweiten Teil der Stadtrundfahrt auf dem wir die berühmte Kathedrale besichtigten, in der schon die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. eine Messe gehalten hatten. Für Interessierte, die auch noch einen Interessenbeitrag extra zahlten, stand dann das große Maracanã-Stadion, in dem Deutschland 2012 Fußball-Weltmeister geworden ist (1:0 Goetze gegen Argentinien) auf dem Programm. Udo Watz aus Rechtenbach konnte fast den heiligen Rasen berühren, während Michael Thate aus Kirch-Goens ein Interview geben durfte. Die Führung war sehr interessant, begann im 5. Stock auf den Pressetribünen, wurde im 1. Stock auf den VIP-Sitzen fortgesetzt, dann ging es weiter in die Kabine (leider in C, die Deutschen waren bei der WM in A) wo wir das Entspannungsbecken, die eigentliche Kabine und den Warm-Up-Raum sahen in dem dann auch ein kurzer Film über die Selecao, die brasilianische Nationalmannschaft, sahen und hörten. Hier fiel mehrfach eine komische Zahlenkombination ?! 7:1 ?!

Für den Abend hatte Paula nochmal einen Besuch in einer Churrascaria organisiert und danach den Besuch einer originalen Samba-Tanzbar mit Livemusik. Etwa 35 Teilnehmer der Reisegruppe schlossen sich diesem Vorschlag an.

Am 29.10.2015 sollten wir um 14:30 Uhr in die Busse einsteigen um zum Flughafen zu fahren. Die Zeit bis dahin wurde auf unterschiedlichste Weise genutzt, Radtouren entlang der berühmten Strände, ein Besuch des Forts von Copacabana oder ein weiteres Bad im Atlantik an der Copacabana – jeder suchte das, was er im Kopf behalten wollte.

Einer der Punkte, die während des Auscheckens aus dem Hotel besprochen wurden, ist das Programm der kommenden Konzertreise im Herbst 2018 nach Kanada und in die USA. Dieses sieht bisher folgendes vor:

-      Flug nach Toronto (ca. 2 Konzerte)

-      Ottawa

-      Montreal

-      Quebec City

-      New York City (mit Steuben-Parade und Oktoberfest)

-      Philadelphia

-      Washington D.C. mit Annapolis und JV’s Restaurant

Anmeldungen (Interessebekundungen gerne per Mail an Andreas Möschl) Details werden dann immer unter http://www.tourchester.org angezeigt.

Das Einchecken hier ging, wie auch schon in Frankfurt, Sao Paulo und Foz-do-Iguasso, dank Koordination von Tanja Rehde-Ellinghaus reibungslos und ohne Zuzahlung von Gepäckkosten vorbei und die meisten Teilnehmer waren dann doch froh wieder zu Hause zu sein.

Vielen Dank für eine tolle Tour an alle Teilnehmer der Tour, besonders an die Musiker und das CD-Team.


Danke !

Michael, Andreas, Michel, Mona, Tanja, Hubert, Magggo, Stefan, Klaus, Gabi, Martina, Udo, Roland, Don, Andreas, Karl, Martin, Roland, Marcus, Steffi, Steffi, Barbara, Frances, Carol, Susanne, Rebekka, Sonja, Ruth, Claudia, Berthold, Andrejs, Otmar, Stefan, Gundi, Schorsch, Guenter, DrumAdi, Herbert, Bonnie, Ken, Astrid, Mechthild, Steffen, Tabea, Bjoern, Edith, Dany, Jan, Hermann, Ilona, Michi, Dani, Gabi, Achim, Connie, Simone, Ulrike, Jutta, Thomas.

 

Gruss an Sandra, Jo-Anne und Norm, die leider wegen Krankheit trotz Anmeldung nicht mitkommen konnten.

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